Golfspielen im Winter

Liebe Mitglieder,

Wir bitten Sie, sich auf unserer Startseite (www.gcrs.de) zu informieren, ob der Platz geöffnet ist, oder dieser z.B. wegen Bodenfrost gesperrt ist.
Gebuchte Startzeiten innerhalb einer Sperre (z.B. „Wegen Bodenfrost bis voraussichtlich 12 Uhr gesperrt“) werden nicht verschoben, sondern müssen leider ersatzlos gestrichen werden.

Temporäre Platzsperren und eine eingeschränkte Benutzung von Carts oder Trolleys zeigen, wie die Benutzbarkeit bei Nässe, Reif, Frost, Eis und Schnee oft erheblich eingeschränkt werden muss. Denn das Bespielen, insbesondere der empfindlichen Grüns, führt bei widrigen Witterungsbedingungen oft zu nachhaltigen Schäden. Diese kommen teilweise erst Jahre später zum Tragen und ihre Beseitigung ist mit erhöhtem Pflegeaufwand oder gar Umbaumaßnahmen verbunden. Denn bei Temperaturen unter 4°C findet kein Rasenwachstum mehr statt, ein solches Wachstum ist aber unerlässlich für die Regeneration der Fläche.

 

Warum gibt es eine Platzsperre?

  • Fußtritte und Fahrspuren bei Frost zerstören das Pflanzengewebe der Gräser und hinterlassen hässliche Narben im Rasen
  • Tritt- und Fahrspuren stören über einen längeren Zeitraum die Optik der Rasenflächen, zum Teil bis in die Sommermonate hinein
  • Die Erholungsphase der Rasenflächen im Winter kann mehrere Wochen dauern
  • Beschädigte Pflanzenteile werden leichter von Krankheitserregern befallen
  • Feuchte Böden werden bei Belastung stärker verdichtet
  • Schäden am Grasbestand und Bodenverdichtungen fördern das Einwandern von Unkräutern und insbesondere Poa Annua (Jähriges Rispengras) sowie die Anfälligkeit gegenüber Rasenkrankheiten. Hierdurch wird die Qualität der Rasenflächen negativ beeinflusst, die Putteigenschaften der Grüns werden verschlechtert.

 

Warum gibt es unterschiedliche Handhabungen auf den Golfanlagen?

Sperrungen auch auf benachbarten Golfanlagen können unterschiedlich gehandhabt werden. Dies mag zum einen an kleinklimatischen Unterschieden liegen, so können bereits ein paar Kilometer Luftlinie starke Abweichungen bei den Niederschlägen bzw. bei den Temperaturen bedeuten. Zum anderen haben die Golfanlagen zum Teil erhebliche Unterschiede bei den pflanzenbaulichen und vegetationstechnischen Voraussetzungen oder aber schlicht und einfach eine andere Bodenart. Daneben spielt aber auch die Nutzungsfrequenz der Anlage sowie die Philosophie und finanzielle Ausstattung des Golfclubs oder Betreibers eine Rolle. Rasenflächen unterliegen zwar einer natürlichen Abnutzung, diese wird durch Benutzung bei ungünstigen Witterungsbedingungen aber erheblich beschleunigt. Wenn die Rasenflächen, insbesondere die Grüns, alle paar Jahre erneuert werden, kann mit diesen naturgemäß anders umgegangen werden als mit Grüns, die mindestens 30 Jahre halten müssen und entsprechend pfleglich behandelt werden sollten.
Insbesondere während der Übergangszeiten im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr ist deshalb das Verständnis der Golfer für die Wachstumsbedingungen des Rasens besonders gefordert.

 

Quelle: Deutscher Golfverband

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